Aufnahmen im Nahbereich

Zusammenstellung von Close-Up-Videos mit verschiedenen Uhren

Wie erobere ich den Nahbereich?

Ab 1/5 der Orginalgröße spricht man von Nahaufnahmen. Natürlich gehe ich in meiner Arbeit sehr weit über diesen Bereich hinaus. In manchen Fällen erreiche ich Abbildungsmaßstäbe von 5:1. Das erreiche durch die Verwendung von Makroobjektiven, Zwischenringen, einem Balgengerät, Nahlinsen oder einer Fachkamera.

Die Herausforderungen steigen proportional mit der Abbildungsgröße. Man braucht immer mehr Licht und hat immer weniger Platz am Objekt. Diese technischen Herausforderungen haben aber auch ihre guten Seiten, weil sie zu einer bewussten Auseinandersetzung mit dem eigenen Vorgehen führen. Da bewahrheitet sich der Satz: „Übung macht den Meister“.

Fachkamera im Einsatz

Bedienung Fachkamera

Set-Up für Nahaufnahme

Einblick in Videoproduktion im Fotostudio

Nahlinsen

Mit die preiswerteste Lösung ist die Verwendung von Nahlinsen. Sie werden einfach vorne vor das Objektiv geschraubt. Wenn man die Größe des Filtergewindes und die optische Güte der Nahlinse beachtet, kommt man schnell zu Ergebnissen. Zu viel sollte man allerdings nicht erwarten, weil sich nicht jede Nahlinse mit jedem Objektiv gut verträgt.

Zwischenringe

Ein weiteres einfaches Hilfsmittel sind Zwischenringe. Diese Ringe werden einfach zwischen das Objektiv und die Kamera gesetzt. Sie übertragen oft alle Funktionen und ermöglichen so relativ einfach den Weg in die faszinierende Welt des Nahbereichs. Ganz ähnlich funktionieren Balgengeräte; nur ist der Einstellbereich noch größer und manche ermöglichen sogar Verstellungen nach „Scheimpflug“ (diese Technik wird in einem gesondereten Beitrag erklärt).

Makroobjektive

Von den oben erwähnten Hilsmitteln ist sicher das Makrobjektiv das bekannteste. Sie bieten oft einen Abbildungsmaßstab von bis zu 1:1. Das bedeutet, dass der Gegenstand in der Aufnahme genauso groß auf dem Sensor der Kamera abgebildet wird, wie er im Original ist. Die Objektive sind speziell für den Nahbereich optimiert und man erreicht so eine sehr gute Abbildungsqualität.

Ich verwende sehr gerne das Canon EF 100mm f/2.8L Macro IS USM. Das hat eine hervorragende Abbildungsqualität und bietet einen Abbildungsmaßstab von bis zu 1:1. Aber auch als Objektiv z.B. für Portraits ist es sehr gut geeignet.

An der Sony, mit der ich die Videos erstelle, verwende ich das Sigma 70 mm f/2.8 DG Makro. Das Objektiv liefert fantastische Ergebnisse und hat dabei unterschiedliche Bereiche, wenn man doch mit dem Autofocus arbeiten möchte. Üblicherweise schalte ich aber auf manuelle Scharfeinstellung um.

Ein besonderes Makroobjektiv ist das von Canon produzierte P65 mm f/2.8. Im Gegensatz zu allen anderen Objektive, die ich kenne, beginnt der Einstellbereich beim Maßstab von 1:1; also da wo andere Objektive aufhören. Bis zu einer Abbildungsgröße von 5:1 kann man Aufnahmen mit manueller Focussierung erstellen. Dieses Objektiv muss zwingend in Kombination mit einen Stativ verwendet werden. Auch ein Makroschlitten ist hier ein äußerst sinnvolles Hilfsmittel.

Set-Up mit Ergebnis

Aufbaufoto mit DEKLA Uhr
Eine Armbanduhr von Dekla

Set-Up Video

Foto von Video-Aufbau

Fachkamera

Der aufwändigste Weg ist die Nutzung einer Fachkamera. Diese Kamera ist modular aufgebaut und kann so auf die jeweils gestellte Aufgabe optmal vorbereitet werden. Alle Komponenten können entsprechend der Aufgabe eingeseztt werden. Wen das interessiert, findet hier bald einen weiteren Blogbericht.

Focus Stacking

Ähnlich aufwändig ist das sogenannte „Focus stacking“. Zu dieser Technik gibt es hier bald einen besonderen Blogbeitrag. Auch hier gibt es unterschiedliche Wege zum guten Bild. Bis vor einigen Jahren waren spezielle Programme nötig, wollte man mit dieser Technik arbeiten. Inzwischen haben verschiedene Kameras diese Technik schon vom Hersteller aus mit an Bord